Wir berichten heute von unserer Reise durch Nordschweden und Nordnorwegen. Unsere Urlaubstour begannen wir in der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Von zu Hause aus haben wir ein Wohnmobil in Stockholm gemietet, was unseren Bedürfnissen entspricht. Keine Sorge: Ein Wohnmobil zu mieten ist ebenso einfach wie eine Hotelbuchung. Der Wohnmobilvermieter holte uns direkt am Flughafen Stockholm Arlanda ab und wir nahmen unser Reisegefährt in Empfang. Mit ein paar guten Reisetipps in der Tasche machten wir uns auf den Weg.
Die Tour begannen wir wie immer mit einem Besuch in der Hauptstadt. Hier gibt es so viel zu sehen, dass wir immer etwas Neues entdecken. Dazu legten wir einen Stopp auf den stadtnahen Campingplatz First Camp City-Stockholm ein, der naturnah an einem kleinen See liegt. Anlaufpunkt war die Altstadt Gamla Stan mit idyllischen Cafés und gemütlichen Restaurants und bedeutenden Gebäuden, die nah beieinanderliegen. Gerne schlenderten wir auch in den pittoresken Souvenir-Läden herum. Zu empfehlen sind der Freizeitpark Gröna Lund eine Bootstour durch die Schären.
An der Küste entlang nach Nordschweden
Von der schwedischen Hauptstadt aus starteten wir unsere Reise Richtung Norden. Erster Stopp war die Universitätsstadt Uppsala mit ihrem119 Meter hohen mittelalterlichen Dom und anderen Sehenswürdigkeiten. Wer mit Kindern reist, der sollte in Richtung Sala unbedingt den Gårdsjö Elchpark besuchen.
An der bezaubernden Küste entlang ging es dann weiter Richtung Gävle. Die etwa 80.000 Einwohnerstadt liegt im Gästrikland am Bottnischen Meeresbusen. Am Gästehafen gibt es Stellplätze, sodass man von hier aus auf Erkundung gehen kann. Die lange Küste bietet sich für ausgedehnte Spaziergänge an. Durch die Stadt schlängelt sich romantisch der Fluss Gävleån. Die Altstadt mit den pittoresken kleinen Holzhäusern ist besonders idyllisch. Mit Kindern lohnt sich der Abstecher in die Erlebniswelt Furuviksparken, dieser ist Tier-, Vergnügungs- und Abenteuerpark zugleich.
Bevor wir Richtung Hudiksvall aufbrachen, legten wir eine Pause ein. Wir fuhren von Gävle knappe 40 Kilometer zurück ins Landinnere und machten Halt auf dem Hedesunda Camping-Platz im Naturgebiet des Flusses Daläven. Der Platz ist ruhig und direkt an Wald und Wasser gelegen, genau richtig, um einen ereignisreichen Tag ausklingen zu lassen.
Noch knapp 900 Kilometer bis Jokkmokk
In Richtung des Küstenortes Hudiksvall fuhren wir vorbei an mystischen Waldgebieten, glasklaren Seen, malerischen Küsten und romantischen Stränden. Je weiter die Reise in den hohen Norden geht, desto karger und einsamer werden die Landstriche. Sie sind jedoch nicht weniger reizvoll.
Wir legten einen weiteren Stopp ein und bummelten durch die lauschige Innenstadt von Hudiksvall. Wer möchte, der kann etwa 40 Kilometer von dem Küstenort entfernt zu den Dellenseen fahren. Hier kann man typische Kulturlandschaft mit urgeschichtlichen Funden entdecken. Von den Avholmsberget bei Friggesund aus bietet sich ein fantastischer Ausblick auf die Seen. Auf dem Berg gibt es ein Café-Restaurant. Weiter ging es Richtung Sundsvall.
Sundsvall war einst das weltgrößte Handelszentrum für Holzprodukte. Die Innenstadt ist wunderschön. Und für Outdoor-Enthusiasten ist die Gegend ein Eldorado. Von Selånger aus, einem Ort in der Gemeinde Sundsvall, führt der nördlichste Pilgerweg der Welt St. Olavsleden bis nach Trondheim in Norwegen. Auf dem First Camp Fläsian-Sundsvall entspannten wir uns nach einem anstrengenden Tag. Auf dem Platz gibt es sogar eine Sauna. Außerdem kann man im Meer baden.
Einen letzten Abstecher, bevor wir nach Jokkmokk kamen, machten wir in Örnsköldsvik in der Provinz Västernorrlands län. Hier besuchten wir den Nationalpark Skuleskogen, ein wilder und spektakulärer Teil der Höga Kusten. Kilometer später trifft man auf die Universitätsstadt Umeå und die Stadt Skellefteå. Es lohnt sich, durch alle Städte zu streifen, jede hat was Einzigartiges. Der Küstenabschnitt zwischen Skellefteå und Piteå wird als Nordische Riviera bezeichnet. Hier lohnt es sich zu pausieren, denn lange Sandstrände und verlockende Buchten laden zum Zeitverbringen ein. Ausgeruht fihren wir weiter Richtung von Piteå nach Luleå, mit Stopp in der kleinen Kirchstadt (UNESCO-Weltkulturerbe). Auf dem First Camp Arcus-Luleå machten wir Rast. Der Campingplatz liegt eingebettet in der Natur und am Fluss Lule. Der Ort ist perfekt für Kinder, die sich im Abenteuerbad so richtig austoben können.
Mit Luleå lässt man den Bottnischen Meerbusen hinter sich und taucht in die riesigen Weiten Lapplands ein. Mit dem Überqueren des Polarkreises wird man von seinen Gefühlt übermannt. Välkommen im Reich der Mitternachtssonne!
Ziel: Jokkmokk
Jokkmokk ist ein Ort in der historischen Provinz Lappland. Er ist das Zentrum der samischen Kultur. Die samische Kultur ist hier lebendig und die Samen betreiben sogar noch Rentierzucht. Auf Wanderungen kann man immer wieder Rentiere beobachten. Seit 1605 findet hier der Wintermarkt statt, bei dem die Samen typische Waren anbieten. Die Natur mit ihren ausgedehnten Wäldern, Flüssen und Seen ist einzigartig und teilweise ganz unberührt.
Nordnorwegen und Nordkap
Nordnorwegen ist der nördlichste Teil Norwegens. Das Gebiet setzt sich aus Nordland und Troms og Finnmark zusammen. Die größte Stadt ist Tromsø, und von Jokkmokk aus sind es knapp 570 Kilometer dorthin. Der Campingplatz Tromsø war unser Service-Point. Er liegt naturnah am Fluss Tromdalselva. Er ist ideal für Familien und gut ausgestattet. Eine Stadtbesichtigung sollte man sich nicht entgehen lassen.
Der Norden Norwegens ist einfach magisch mit seinen hübschen Fischerdörfern und malerischen Fjorden. Wer an Nordnorwegen denkt, dem fällt zuerst das Nordlicht ein. Nordlichter sind meist das ganze Jahr über präsent. Die beste Zeit ist September bis März und zwischen 17 und 2 Uhr morgens.
Vom Tor zur Arktis, wie Tromsø genannt wird, sind es bis zum Nordkap nochmal an die 700 Kilometer. Dieses Ziel haben wir bei unserer Rundreise nicht angesteuert, sondern machten uns auf den Rückweg mit Halt in der Stadt Narvik. Sie liegt beschaulich zwischen Bergen und Fjorden. Narvik ist Anlaufpunkt, um im Sommer die Mitternachtssonne und im Winter die Polarlichter zu sehen. Vom Berg Narvikfjellet hat man spektakuläre Ausblicke auf die Fjordlandschaft und den Hafen. Von hier aus ging es Richtung Kiruna und über Luleå, Östersund zurück nach Stockholm.
Auf dem Rückweg nahmen wir zweimal das Jedermannsrecht in Anspruch, was besonders für Kinder abenteuerlich ist, und machten einen Zwischenstopp auf dem Östersund Stugby & Camping in Jämtland. Von unterwegs aus planten wir bereits das nächsten Skandinavien-Abenteuer.